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Skitour Krusne Hory (Erzgebirge)

Skitouren Europa Tschechien 27.-30. Januar 2006
Lars Reckemeyer, Eric Böttger, Jörg Ahrend
Skifahren in der Tschechischen Republik

PowernudelnAnkunft um 20.30h in Bozi Dar. Nachdem das Zelt aufgebaut war, mussten Nudeln erst in den Topf und danach in den Magen. Diverse "Fahr-Piven" hatten für Heißhunger gesorgt. Verfeinert wurde die Pasta mit Frau-Böttger-Spezial-Frikadellen. Da ich mit Daniel schon letztes Jahr hier war, konnten wir schon im Vorfeld den Schlafplatz ohne Diskussionen auswählen.
Die erste Nacht ging das Thermometer auf -16°C herunter. Und musste man, so wie ich immer, nachts ein Pivo wegbringen, wurde es doch frisch.
Auf geht esNeben der PisteEric und der Telemark In Bozi Dar haben wir uns Langlaufskier gemietet und nach dem Packen der Rucksäcke, planten wir den Keilberg zu erreichen. Mitten durch den Ski-Zirkus, machten wir an einer Almhütte halt und beschlossen nach einem Kaffee und einem Halben doch in Richtung Westen aufzubrechen, da dort landschaftlich eine nicht so hohe Reliefenergie vorliegt.
Auf der LoipeAuf der Skimagistrale loipten wir quer durch den Wald und ließen den Spitzberg rechts liegen. Nach ewigen Auf und Ab und diversen Stürzen über Bäume kamen wir auf den Anton Günther Weg. Auf diesem schleiften wir unsere Bretter zum Plesivec. 100m unter dem Gipfel pausierten wir in einem Restaurace und aßen feines Essen und viele Pivos für wenig Geld. Nach dem Mahl erklommen wir den Gipfel und suchten unser Nachtlager. Das Zelt bauten wir auf einer dunklen Stelle zwischen den beiden Hotels auf. In dem Gipfelrestaurant aßen wir noch extrem unleckeres Konblauchbrot mit allerdings leckerem Schafskäse und ich hatte noch eine Prager Wurst mit Senf und Merettich (ging gar nicht). Diese sternklare Nacht verbrachten wir bei -13°C.
Frühstück ist fertig Zum Frühstück bereite ich in der Schneeküche einen feinen türkischen Kaffee(Eric trinkt jetzt nur noch "algerischen"). Als warme Mahlzeit füllte Grießbrei mit Erdbeersauce unseren Magen. Leider brannte diesmal, wie auch gestern die Milch an und es gab einen rustikalen Nachgeschmack gratis.
Auf dem WanderwegAuf dem Wanderweg gleiteten wir erst talwärts um dann wieder mühsam aufzusteigen. Leider merkten wir erst hier, dass zwei Skierpaare eigentlich keine Steigschuppen mehr besaßen. So ließen sich einige Steigungen nur mit Stiefeln bezwingen. Nach dem auspowernden Anstiegen erreichten wir den oberen Teil von Jachymov. Im Restaurant gab es wieder eine reichhaltiges Mittagessen (so gegen 14.00h) und diverse Piven. Hier erfuhren wir auch, dass algerischer Kaffee mit Eierlikör versetzt ist. Eric mag Oma-Kaffee.
Jachymov (Joachimsthal)Hüfttiefer SchneeWo würden wir die nächste Nacht schlafen. Wenn alles glatt ginge, könnten wir die Seilbahn auf den Klinovec nehmen. Also Rucksack auf und unverzüglich auf die Piste. Quer durch Jachymov, wo der Schnee durch die örtlichen Kohlenheizungen eher schwarz als weiß war mussten wir in Richtung Klinovec einen Hügel überwinden, der gerade bergab so seine Tücken hatte. Hüfttiefer Schnee und Jörg wurde wieder so komisch ruhig. Um 17.00h erreichten wir arg erschöpft die Talstation der Seilbahn um festzuustellen, dass sie gegen 16.00h ihre letzte Fahrt machte.
Pivo-AlarmGegen 18.00h kamen wir an die Hütte Hajenka. Dort konnten wir unsere Mägen füllen und für 10 Euro hätten wir dort incl. Frühstück übernachten können, aber anscheinend sahen wir zu unseriös aus und man ließ uns nicht. Gegen 20.00h mussten wir plötzlich bezahlen und abmarschieren.
Aufstieg zum DubAlle an der Hütte Schön gemütlich den Berg hoch, ohne Schwitzen, so war der Plan. Nach einigen Schritten im tiefen Schnee war der Grundgedanke allerdings schnell verworfen und die Suppe lief nur so. Oben angekommen gab es zum Glück eine Hütte, wo wir unsere Sachen ausbreiten konnten. Ein Tee konnte uns jetzt auch nicht mehr nach vorne bringen, so gingen wir gegen 23.00h kaputt in den Sack.
Guten MorgenKaffeezeit Die ganze Nacht hörte man die Pistenraupe von Skigebiet. Frühstücken konnten wir im strahlenden Sonnenschein. Eric und ich wagten einige Bergabfahrten auf der gleich nebenan geloipten Spur. Jörg meinte Skifahren wäre doch nicht so sein Metier, sehen wir dann.
Es war nicht mehr weit bis Bozi Dar und pünktlich zum Mittag brachten wir die Skier zurück und kehrten noch ein mal für ein reichhaltiges Mittagessen in ein Restaurant ein. Die Rückfahrt nach Hause ging über Chemnitz wesentlich schneller und um 19.00h waren wir wieder in der Heimat.
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©2009 Lars Reckemeyer - Letzte Änderung am 25.05.2009
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