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Durch den Westen Kanadas - Teil 5

Erlebnisurlaub Nord-Amerika Kanada September 2000
Lars Reckemeyer, Imke Reckemeyer

18.09. – Opal Hills und Imkes Elch

Medicin Lake Heute mussten wir tun, was getan werden musste à Dumpstation. Dann sind wir zum Maligne Lake über Medicine Lake gefahren. Der Medicin Lake war fast ausgetrocknet. Eine riesige Wattlandschaft. Am Maligne Lake waren natürlich wieder alle Busse der Welt
Bärenwarnung Opal Hills Wir sind dann zu den Opal Hills gegangen, dort hat man angeblich gute Chancen Elche zu sehen. Naja, das sehen wir dann. Der Anstieg war schon etwas pusteraubend, 460 Höhenmeter auf 3km, aber oben war es genial, alles gelb und rot. Leider etwas windig, aber in einer windgeschützten Ecke haben wir die Sonne genossen. Aber wo waren die Elche?
Ein paar Kanadier, die eine Schwarzbärmutter mit zwei Kleinen gesehen haben, meinten, dass die Elche „shy guys“ wären, jaja...
Oben haben wir eine zeitlang gesessen und sind dann wieder runter. Leider konnte man den Maligne Lake nicht so gut sehen. Der Abstieg war ziemlich beschwerlich, weil dolle steil. Wir wurden dann etwas irre und mussten alle 80er Jahre- und NDW-Hits singen. Und auch ein paar „Sandra R. + Imke“-Lieder! Aber der Elch kam nicht. Ich war übrigens doch sehr enttäuscht, dass man die Insel im Maligne Lake nicht sehen konnte. Muss man mit so einem miesen Touri-boot hinfahren...Brech!
kleiner Elch Gemse Also, wir dann Richtung Miette Hot Springs. Kurz nachdem wir losgefahren waren gab es Traffic-Jam. Anhalten, rausspringen, gucken und... da war er ja endlich, mein Elch! Er lag im Gebüsch und guckte, was wohl die ganzen Menschen von ihm wollten. In Miette Hot Springs sind wir baden gegangen. 3 Pools. 1x38°C, 1x40°C und 1x10°C zum Abkühlen. Wie schön das war... um uns herum Berge und über uns blauer Himmel, eine Riesenbadewanne mit Panorama. Die Bademeisterin litt unter Fastfoodsyndrom.
Nach Miette sind wir zum Pocahontas Campground und haben feines Feuerchen und Fresschen gemacht. Und Lars musste beim Holzhacken immer imponieren:“ Jetzt kommt ein Männerschlag!“, hmm, it’s rutting season...

19.09. – Waschtag und Mt. Robson

Mt Robson Nicht nur früh, sondern auch lange Buhbuh gemacht. Heute war wieder Waschtag, drei Maschinen konnten wir füllen. In der Zwischenzeit haben wir wieder Emails gelesen und geschrieben. Außerdem mussten noch ein paar Musikkassetten gekauft werden, da entweder nur Gelaber, Country oder gar kein Empfang vorhanden ist. Gegen Mittag ging es dann Richtung Mt. Robson, den höchsten Berg in den kanadischen Rockies (3954m). Leider war der Gipfel mit Wolken bedeckt, aber man konnte die Höhe gut abschätzen. Im Highway-Cafe haben wir uns noch 2 Sandwiches und Kaffee gegönnt, dann sind wir auf dem Hwy 16 bis Tête Jaune Cache gefahren und von dort auf dem Hwy 5 (Yellowhead) Richtung Clearwater.
Da die Fähre von Prince Rupert nach Port Hardy auf Vancouver Island sehr teuer ist und die Fähre von Bella Coola nicht mehr zu dieser Jahreszeit verkehrt, beschlossen wir über Vancouver nach Vancouver Island zu fahren. Kurz nach Clearwater sind wir auf die 24 gefahren, um an einem der tausend Fishing Resorts in der Gegend zu übernachten. Kurz vor Lone Butte haben wir den Sheridan Lake Resort für uns gebucht. Mit Blick auf den See schmeckte das Abendessen doppelt so gut.
Sheridan Lake Resort Boote am Abend Laut der Chefin wurden hier die größten Regenbogen-forellen gefischt. Da juckt die Angelrute, leider ist es heute schon etwas spät für solche Unternehmungen. (und zu viele Moskitos sind hier unterwegs)

20.09. – Rambokulisse und Vancouver Island

Tolle Karren Regen. Heute war eigentlich duschen angesagt, aber daraus wurde nichts, da wir obwohl draußen 25C stand, 4x25C aber gebraucht wurden, wir hatten aber nur je einen (kein weiteres Hartgeld...). Also musste ich mit Cap rumlaufen, weil Fetthaare. In Lone Butte ist auch der Hund verfroren. Weiter ging’s über 100 Mile House nach Cache Creek. Von dort nach Lytton, die ganze Zeit am Thompson River lang.
In Lytton vereinigt er sich mit dem Fraser River. 1000 Raftinggesellschaften bieten hier ihre Touren an. Zwischen Lytton und Hope (bidubidubi...) liegt Hell’s Gate. Eine Seilbahn, die hoch über dem Fraser Canyon hinab fährt. Man kann auch zu Fuß gehen, aber dazu hatten wir heute keinen Bock und Hell’s Gate war natürlich crowded, für 10$ zu teuer und
Island Beach Also weiter über Hope (Rampo-Schauplatz), Abbotsford, Langely und das Wetter wurde immer besser. In Tsawwassen mussten wir noch 1½h auf die Fähre nach Swartz Bay auf Vancouver Island warten. Da haben wir gemütlich bei strahlendem Sonnenschein an der Mole ein Buch gelesen. Die Überfahrt war sehr schön. Am Saltspring Island und ein paar kleineren Inselchen vorbei und nach1.35h waren wir auf Vancouver Island.
Wir haben auf dem Island Beach Campground eingecheckt. Der Campchef sah aus wie der letzte Alki und Lars meinte, dass seine Frau auch irgendwie halbbreit auf’m Sofa in einem miesen abgewrackten Wohnwagen (office) lag. Naja diesmal haben wir Meerblick, Meeresrauschen und Küstenvögelgepiepse hier. Schön!

21.09. – Sightseeing in Victoria

Dank meines frühen Aufwachens konnte ich heute morgen einen sehr schönen Sonnenaufgang foto-grafieren, inklusive Fischreiher auf Beutejagd. An der Küste entlang sind wir Richtung Victoria gefahren. Vom Mt. Douglas, 410m, den wir schnell erklommen hatten, ergab sich ein grandioser Ausblick auf Victoria und den Inselchen, sowie auf’s amerikanische Festland. An dem Beach Drive stehen die teuersten Häuser, sehr geile Wohngegend. Von der Ross Bay konnte man sogar den schneebedeckten Mount Baker sehen, der Gipfel ist immerhin 120km entfernt.
Victoria
Blick zur USA Nachdem wir einen Parkplatz gefunden hatten, ging es nach Downtown. Am Parlamentgebäude vorbei ins Museum. Das war sehr schön, da die alten Zeiten sehr authentisch dar-gestellt wurden. Der Hunger wurde größer und größer, deshalb erst mal auf der Gouvernment St. Entlangpilgern und ein Restaurant suchen. Im Elefant&Castle einem alten britischen Restaurant haben wir Fish&Chips und Gemüseburger gegessen, sehr lecker.
Hotel Empress Sooke Nachdem abschließenden Kaffee sind wir in’s IMAX-Kino. Da waren wir zwar schon in Vancouver, aber hier gab es einen Film "Whales". Und einen über Extremsportarten. Dann sind wir wieder am Hotel Empress zurück zum Camper. Danach sind wir noch shoppen gegangen und einkaufen für die nächsten Tage.

22.09. – Schlangenalarm und Pacific Rim Trail

Gleich nachdem wir Richtung Port Renfrew aufgebrochen sind, haben wir auf der Straße einen Diademhäher gesehen. Der hat einen schwarzen Kopf mit Haube und sonst blaues Gefieder. Es war ziemlich einsam, nur selten kam uns ein Auto entgegen. Dann sind wir zum Parkinson Trail runtergefahren, ganz schön üble Gravelroad. Unten war dann Bear und Cougar-Warning. Naja, nachdem wir etwa eine ¼h gegangen waren, hat Lars eine Schlange im Gebüsch entdeckt und ich bekam 'ne üble Panikattacke und der Parkinson Trail hatte sich erledigt...
2 Grauwale Von Port Renfrew sind wir zum Botanical Beach gefahren. Das ist im Pacific Rim National Park. Von dort aus, bzw. in der Nähe startet auch der berühmte West Coast Trail.
Es ist eine total Wanderung zum Strand. Durch einen regenwaldartigen Urwald. Unten am Strand waren tatsächlich zwei Grauwale zu beobachten. Cool! Das haben wir auch fast zwei Stunden gemacht. Dann sind wir noch ein wenig am Strand lang, wo ich mich noch auf die Klappe legen musste und natürlich meine neue Hose aufgerissen war, super.
Am Strand sahen wir auch noch zwei Seehunde oder Seelöwen, konnte man nicht genau erkennen. Anschließend sind wir dann übelste Gravelroad Richtung Lake Cowichan gefahren. Lars erzählte mir dann, dass er auf dem Pacific Rim Trail eine weitere Schlange gesehen, aber es mir wegen meiner Panik erst später sagen wollte. Na ja, ich hab ihm dann gesagt, dass ich einen Puma gesehen habe und es ihm aus dem gleichen Grund erst jetzt erzähle...
In Lake Cowichan haben wir einen Liquor Store unsicher gemacht und Lars hat sich noch Angelequipment und Lizenz gekauft. Dann sind wir zum Gordon Bay Provincial Park gefahren und haben da noch kurz geangelt. Dann hat Lars ein Feuerchen gemacht und wir haben es uns gemütlich gemacht. Morgen wollen wir uns evtl. ein Boot mieten und dann angeln.

23.09. – Weltlachshauptstadt und 800 Jahre alte Bäume

Chemainus Früh aufstehen war nicht angesagt, also noch etwas lesen und erst um 11.00h losfahren, war die Devise. Da Duschen inklusive war, haben wir das auch noch mitgenommen. Vom Gordon Bay Campground sind wir erst mal nach Lake Cowichan, um die Visitor-Info abzuchecken, ob es in der Nähe Leihboote gibt. Da war aber geschlossen, als Ersatz konnte man dort für ein paar Dollar Autos demolieren (wirklich wahr!), verrückt diese Kanadier, eh...
Indianergemälde In Chemainus haben wir die vielen bekannten Wandgemälde betrachtet und einige Indianerschnitzereien erstanden. An der Ostküste von Vancouver Island ging's durch Ladysmith, Namaino und Parksville, danach Richtung Port Alberni, die Weltlachshauptstadt.
Steuermann Angelversuch Am Cameron Lake haben wir einen längeren Zwischenstopp gemacht und uns ein 6PS-Motorboot für 2h geliehen. Die Angel hing zwar fangbereit mit diversen Blinker und anderen Ködern aus dem Boot, aber leider wollte schon wieder kein Fisch anbeißen, ob das jemals noch was wird??? Trotzdem hat die Bootsfahrt sehr viel Spaß gemacht, vor allen Dingen die Hochgeschwindigkeitsrückfahrt gegen den Wind, dabei platschte der Bug auf jede Welle, so dass Imke ganz schön durchgeschüttelt wurde.
Douglas Fir Mars Bomber Auf dem Weg weiter nach Port Alberni haben wir noch einen kleinen Spaziergang durch den MacMillan Park gemacht, dort stehen 800 Jahre alte Douglas Fir Bäume. Die älteste und größte ist über 70m hoch und hat einen Durchmesser von mehr als 3m RIESIG. Tanken in Port Alberni, aber kein einziger Supermarkt in Sicht. Am Sprout Lake Lakeshore Campground haben wir unser Nachtlager gefunden. Von hier aus fliegen die großen Feuerlöschflugzeuge (MARS-Bomber) ab, die 27t Wasser in ihren Tanks laden können, dazu müssen sie nur die Wasseroberfläche streifen.
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©2009 Lars Reckemeyer - Letzte Änderung am 25.05.2009
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