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Durch den Westen Kanadas - Teil 3

Erlebnisurlaub Nord-Amerika Kanada September 2000
Lars Reckemeyer, Imke Reckemeyer

10.09. – Schnee im Waterton National Park

Red Canyon Bison Paddock Vom Oldman River Reservoir ging es los durch Pincher Creek zum Waterton National Park. Bedeckter Himmel, ab und zu kommt die Sonne raus. Zunächst sind wir durch das Bison Paddock gefahren. Die Büffel waren leider ganz schön weit weg. Ab und zu sieht man jetzt die Berge in voller Größe. Anschließend sind wir zum Redrock Canyon gefahren. Dort regnete es erst bei Sonnenschein, später hörte es ganz auf und die Sonne lachte. Also sind wir dann noch zu den Blackstonefalls marschiert. Leider "a ltitle bit crowded", auch der Redrock Canyon. Kaum saßen wir wieder im Camper fing es – wie konnte es auch anders ein – an zu regnen.
Waterton Hungrige Burschen In Waterton haben wir ein paar Kleinigkeiten eingekauft und einen Kaffee und einen Blueberrymuffin vertilgt. In Waterton kommen die Rehe direkt in den Ort und fressen den Leuten die Blumen ab! Dann haben wir einen Blick auf das berühmte "Prince of Wales Hotel" geworfen. Es steht auf einem Hügel direkt am Waterton Lake. Schön!
Summit Lake
Nähe Cameron Lake Nun wollten wir aber auch noch wandern. Optimistisch wie wir sind. Also ab zum Cameron Lake gefahren, wo es mal wieder anfing zu regnen. Trotzdem sind wir von dort aus zum 4km entfernten Lake Summit gegangen. Tja, das Wetter wurde natürlich nicht besser, im Gegenteil, der Regen verwandelte sich in Graupel und oben hat es feist geschneit. 300 Höhenmeter waren überwunden. Da es ordentlich schneite war es ja auch nichts mit der Aussicht. Also wieder einmal nur naß geworden und nichts gesehen... Auf dem Rückweg hörten wir etwas Grollendes. Ich dachte erst ein Gewitter, aber Lars meinte, dass es eher eine Lawine an einem Nachbarberg sein könnte.
Nachdem wir unten wieder angekommen waren, fuhren wir zum Campingplatz, wo das Wetter natürlich viel besser war, weil die Berge etwas weiter weg waren. Der Campgound hieß Waterton River Campground. Wir waren mal wieder die einzigen Camper und stellten uns direkt an den Waterton River.
2 feine Kerle Waterton River Nachdem Lars den Campchef getroffen hatte, brachte er zwei kleine Kollegen mit. Ein schwarzer Labrador und ein größerer Braunschwarzer mit riesigen Ohren und Sabberproblem. Nachdem man mit denen ein paar Faxen gemacht hatte, wurden wir sie nicht mehr los. Vor allem der Labrador wich nicht mehr von uns. Irgendwann trollten sie sich aber doch noch. Lars hatte natürlich längst ein Feuerchen gemacht und heute Abend gibt es Nudeln und Maiskolben. Zwischendurch schien immer wieder die Sonne – warum eigentlich immer nur auf plattem Land?

11.09. – Schwarzfußindianer und Peter Lougheed Prov. Park

Waterton NP Wow, was für eine Nacht... Super winidg und dauernd liefen irgendwelche Tiere um den Camper oder auf dem Camper herum. Viel geschlafen haben also nicht. Aber dafür war heute morgen keine einzige Wolke zu sehen, Hey endlich Sonnenschein. Eine tolle Sicht auf die Berge des Waterton National Parks.
100km Weitsicht Indianerpiktogramme Über Cardston, Stand Off und Fort Macloed sind wir zur Büffelklippe (Head-Smashed-In-Buffalo-Jump) gefahren, um die alten Jagdrituale der Blackfoot-Indianer zu besichtigen.
Leider hatte das Gebäude mehr Bunkercharakter, aber das war sehr interessant dort. Über die Prärielandschaft sind wir nach Claresholm gekommen. Von hier haben wir den Waterton National Park immer noch sehen können! Das sind über 100km Luftlinie! Wahnsinn.
Auf der Gravelroad 520 In Claresholm begann das Einkaufsdesaster... Erst tanken bei Shell (Fensterputzen gratis), die hatten aber kein Propan für unsere Heizung, also zur Turbotankstelle, das hat dort 'ne halbe Ewigkeit gedauert. Gegenüber zu Extrafoods, Einkaufen. Die akzeptieren aber keine Mastercard, ich also zur Turbotankstelle, da die angeblich, so die Kassiererin von Extrafoods, Bargeld herausgeben, war aber nicht so. Also Einkauf stornieren und zum nächsten Supermarkt. Dort gab es alles sogar etwas günstiger, immerhin was. Alles in allem hat die Claresholm-Aktion 1½h gedauert...
Waterton NP Wenigstens schien die Sonne, das haben wir heute wirklich genossen, was für eine Landschaft. Über eine Gravelroad ging es von Claresholm Hwy 2 über die 520 zum Hwy 22. Sehr schöne Landschaft und alles voller Rinderherden. Witzig war, dass man jeden grüßen muss, alle winken einem freundlich zu.
Auf der 22 ging es bis Longview, man gut, dass der Ford Cruisecontrol besitzt, bei den ewig langen Straßen eine feine Erfindung. In Longview sind wir wieder in die Berge gefahren (541). Imke hat zwar immer den Fotoapparat griffbereit, aber kein Elch oder Bär ließ sich blicken, nur eine Bergziege.
Bärenwarnung Peter Lougheed PP Im Peter Lougheed Provincial Park haben wir am Low Kanquashins Lake unser Nachtlager aufgeschlagen. Es gab Hähnchen-Pfirsich-Pfanne und ein kleines Lagerfeuer. Heute war wettermäßig der schönste Tag, spitzenmäßige Panoramas.

12.09. – Grizzly, Washsaloon und Internetcafe

Imkes Heizungsfön Heute haben wir schön ausgeschlafen, bis 9.30h, weil es um 7.30 mal wieder anfing zu regnen. Zwar nur leicht, aber immerhin. Da haben wir uns lieber noch mal hingelegt. Nach dem Frühstück sind wir dann los in Richtung Banff. Über eine Gravelroad namens "Smith-Dorien-Spray-Trail". Und wieder haben wir die Wälder, Wiesen und Lichtungen abgescannt nach Elchen und Bären und plötzlich... guckte mich doch ein Grizzly aus dem Gebüsch an. Lars gebremst (so gut es ging, er hatte mal wieder ein Käffchen in der Hand...), zurückgesetzt und... weg war er. Man hörte nur noch Geraschel. Voll niedlich der Bursche – aber auch nur weil man ja im Auto saß. Dann sind wir Richtung Canmore, die Kamera jetzt immer schussbereit, aber Keiner hat sich mehr blicken lassen.
Trocknerparade Klare Operating Instructions Canmore ist ein super hübsches Städtchen, wo das Nordische Skizentrum bei der Olympiade '88 war. Das merkt man natürlich. Dann rauf auf den Hwy 1 nach Banff. Shit happens! Wo kommen die ganzen Leute her? Über Normalos, Chinesen, Reichen zu den total affektierten coolen Mountainbikern und Snowboardern. Ätzend! Wir sind, nachdem wir uns bei der Touriinfo erkundigt haben, zu einem Waschsalon Wäsche waschen und trocknen.
Während die Maschinen liefen, haben wir die 100 Sportgeschäfte angeguckt, waren im Liquorstore und haben Karten gekauft.
Internetcafe Im Waschsalon habe ich dann noch eine E-Mail an alle verschickt, da stand nämlich ein Internetautomat für 2 Dollar. Im Jack Wolfskin Store hat Lars einen schönen Rucksack für 1Tagestouren gesehen und begutachtet, aber muss man sich ja gut überlegen... gibt es ja auch in Deutschland.
Das Banff-Hotel ist übrigens riesig und steht wohl am schönsten Platz im Ort, aber ich finde es nicht sooo überwältigend. Nach der Waschaktion sind wir völlig genervt mit ein bisschen anpaulen zum Tunnel Mountain Campground. Zwar keine Sicht, da mitten im Wald, aber doch ganz gemütlich und nicht allzu crowded. Was mag hier wohl im Sommer los sein, wie in Duhnen...
Wapiti-Hirsch Hirschgulasch Dann sind wir lässig geblieben und Lars hat natürlich wieder ein Feuerchen gemacht, aber bald bekommt er Feuerverbot, weil seine Schulter schon von Holzhacken wehtut, von wegen Tennisarm, Holzhackarm... Morgen geht's dann zum Lake Louise.

13.09. – Lake Moraine und Angeln am Bow River

Lake Moraine Bärenwarnung Nach dem Frühstück sind wir noch mal zum Info-Center gefahren und haben den Nationalpark-Pass auf ein Jahr verlängert --> günstiger. Auf dem Hwy 1 ging's nun Richtung Lake Louise. Nach 50km schönster Berglandschaft erreichten wir unser heutiges Ziel und sind gleich, nachdem wir im Lake Louise Infocenter waren und Imke sich eine RitschRatschHose und ich diverses Angelzubehör gekauft haben, weiter nach Lake Moraine. Absolut Crowded --> schrecklich.
Lars angelt...nichts Schnell wieder zurück zum Campground und herrlich den Tag vergeudet. Den ganzen Nachmittag lagen wir nichtsnutzig am Bow River. Ich angelte ein wenig, nur mit dem Erfolg, dass ich meinen neu erstandenen Blinker gleich beim ersten Wurf verlor. Imke nahm ein ordentliches Sonnenbad. Spitzenwetter war heute, hoffentlich wird es morgen auch schön, denn dann ist Wandertag.
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©2009 Lars Reckemeyer - Letzte Änderung am 25.05.2009
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