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Tag 13: Goldi2 wird verkauft

Leider war die Nacht nicht sehr erholsam, da die Temperatur nicht unter 30°C sank und unter dem Moskitonetz kaum ein Luftzug zu verspüren war.
Den Vormittag verbrachten wir damit, Formalitäten bei der Polizei zu erledigen, die Wagen zu waschen und auszuräumen, schließlich könnten sie hier ihren Käufer finden.

Der Nissan war super eingestaubt. Dadurch, daß die Fahrerkabine nicht wie beim Peugeot vom Heck abgetrennt war, gelangte der Staub von hinten ungehindert nach vorne.
Den Kindern vom Campingplatz machte es sichtlich Spaß, für uns das Auto zu waschen, wobei sie den Wasserschlauch wirklich überall hineinhielten. Wenn die Elektrik nicht schon vorher kaputt gewesen wäre, dann jetzt...

Nun ist es soweit, der erste Wagen wird verkauft. In Mali ist es Usus, daß der Vermittler eines Autoverkaufs ca. 5% des Verkaufpreises bekommt, also hat sich der Campingplatzbesitzer aufgemacht, einen Käufer zu finden. Der Peugeot ging für 2.500DM an einen seiner Söhne. Dabei muß man bedenken, daß der 505 jetzt einer der neuesten Autos in Gao ist. Bezahlt wurde natürlich in CFA, die in Deutschland nichts wert ist und die man unbedingt noch in französische Francs umtauschen muß.
Während des Verkaufgespräches ging leider die Benzinpumpe kaputt, mit der guten Dichtpaste hatten wir das Leck aber schnell behoben, was allerdings etwas den Preis senkte.

Tagsüber haben wir mit unseren Altkleidern einen Flohmarkt organisiert und diverse Sachen verkauft, bzw. gegen andere Kleidungsstücke eingetauscht.
Langsam sprach es sich in Gao herum, daß auf dem Campingplatz Europäer waren und ab und zu kamen ein paar Eingeborene und Tamaschek-Tuaregs vorbei um diverse Souvenirs oder andere Gegenstände zu verkaufen.

Tagsüber haben wir mit unseren Altkleidern einen Flohmarkt organisiert und diverse Sachen verkauft, bzw. gegen andere Kleidungsstücke eingetauscht.
Langsam sprach es sich in Gao herum, daß auf dem Campingplatz Europäer waren und ab und zu kamen ein paar Eingeborene und Tamaschek-Tuaregs vorbei um diverse Souvenirs oder andere Gegenstände zu verkaufen.

Mit dem Provisionsgeld des Autoverkaufes mußten wir mit dem Chef zum Markt fahren und ein paar Dinge erledigen. Als erstes hat er sich eine Kiste Wein und Bier zugelegt, zweitens haben wir ein Schaf gekauft, welches morgen zu unseren Ehren geschlachtet werden sollte. Das alles packten wir in den Nissan und es ging zurück zum Campingplatz.
Auf der Hauptstraße begegnete uns ein junger Mann mit diversen Pillenpackungen, scheint wohl die Apotheke zu sein. Hauptsache er weiß, was er da verteilt...

Abends hatten wir wieder viel Spaß mit den 22 Kindern des Campingplatzbesitzers, gerüstet für solche Eventualitäten hatten wir glücklicherweise Luftballons mitgebracht, die den Kinder super viel Spaß bereiteten. Sehr viel Freude bereitete auch der Hüpfstock, den wir in Deutschland auf dem Schrottplatz gefunden haben. Das war natürlich die Attraktion.

Die meisten der Kinder konnten schon französisch und so konnte man sich einigermaßen verständigen. Die Familie waren alle dem Bambara-Volksstamm zugehörig.
Tag 14: Der Verkauf vom Nissan und das Busabenteuer

Am Vormittag habe ich noch notdürftig das Autoradio mit der Batterie verbunden und das inzwischen ausgelaufene Servoöl mit normalem Motoröl aufgefüllt (ist hier etwas dünnflüssiger!).
Der eine Sohn hatte sich wohl von diversen Quellen weiteres Geld besorgt und wollte nun auch den Nissan kaufen. Nach langem Verhandeln, haben wir umgerechnet 5600DM bekommen. Damit war ich das erste Mal in meinem Leben Millionär (CFA). Als Problem stellte sich danach heraus die ganzen Scheine diebstahlsicher unterzubringen. Die Hüfttaschen reichten gerade so aus.
Der Chef mit seinen beiden ältesten und dem jüngsten Sohn, der linke hat schon eins meiner Hemden an.

Da gestern einer vom Zoll da war und uns erklärte, daß wir Schwierigkeiten bekommen würden, falls wir die Autos verkaufen, außer an ihn versteht sich, sollten wir nun langsam zu sehen, daß wir hier verschwinden. Das Schaf-Festmahl entging uns so leider.

Die großen Overlander-Busse fahren immer abends in Richtung Bamako ab. Das war uns etwas spät (wegen des Zoll-Manns...) und so entschieden wir fatalerweise gegen Mittag mit einem der kleinen Mercedes-Busse mitzufahren. Eigentlich als Sechzehnsitzer konzipiert, ist die afrikanische Variante für 35 Leute ausgebaut, das versprach wahren Fahrkomfort.

Die Abfahrt verzögerte sich dann schon um ganze zwei Stunden, so daß wir erst gegen 15.00h loskamen.
Der Grund für das Verzögern war das Aufladen von ca. 500kg Trockenfisch. Was für ein Gestank bei über 40°C!

Aber dann ging das zweite Abenteuer neben der Saharadurchquerung los. Über 1000km bis nach Bamako wo wir morgen vielleicht unseren Flieger nach Hause bekommen. (Daß das ein großer Irrtum blieb, sollten wir bald erfahren.)

Den ersten für uns unplanmässigen Halt hatten wir gegen 19.00h kurz hinter Gao, alle verließen den Bus um zu beten. Auf die Frage, ob wir den nicht auch beten wollten, antworteten wir nur, daß wir für eine schnelle Reise beten. Wie sich später herausstellte, hätten wir vielleicht mit mehr Inbrunst beten sollen....
Ca. nach 2h weiterer Fahrt hielt der Fahrer erneut mitten im Nichts und alle stiegen wieder aus. Auf die Frage was das denn nun soll, antwortete einer der Buspacker, der Fahrer sei nun müde. Na toll, das bedeutet daß wir nicht die Nacht durchfahren wie versprochen, sondern wertvolle Zeit verlieren. Diskussionen mit dem Fahrer nutzten alles nichts, weder würde er die Fahrt fortsetzen noch dürften wir selber den Bus fahren, was wir ihm vorschlugen. Die anderen Reisenden Afrikaner fanden das zwar auch nicht toll, aber Insch'Allah! Fahren wir halt morgen weiter.
Zum Glück hatten wir noch Whisky im Reisegepäck...