
Der ganze Vormittag ging für die Reparatur des Federbeins drauf. Zum Glück hatten wir einen einigermaßen passenden Federteller in unseren Ersatzteilen. Es ist dann einer mit dem Federbein zum Schweißer gedüst (auf dem Mofa, versteht sich...). Der Federteller war total schief angeschweißt worden, ein paar Hammerschläge an der richtigen Stelle und es passt.
Die Werkstatt hatte nicht mal einen Federspanner. Das erledigt man dort auf eine andere Weise: ein altes Auto wird hochgebockt, die Feder dadrunter gespannt und dann wird das Auto wieder runtergelassen. Die nun gespannte Feder verrödelt man mit Draht und baut dann das Federbein wieder zusammen.

Mittags kamen wir endlich los, ein halber Tag war nun schon auf unserer zeitmäßig sehr begrenzten Reise verloren. Vorbei an den ersten sandigen und kargen Landschaften kamen wir durch Kairouan (www.tunesien-tourismus.de), Gafsa und Touzeur bis zur Grenzstation Taleb Larbi (www.daerr.de).

Für Westeuropäer die keinerlei Erfahrung mit dem afrikanischen "Insch Allah" haben, wird man an der Grenzstation Taleb Larbi auf eine harte Geduldsprobe gestellt. (auf eine sehr harte!!!)
Die tunesische Seite war trotz Wagendurchsuchung im Prinzip der lässigere Teil, denn die algerischen Zollbeamten sind die Hölle.
Unser größtes Problem stellte die Autoversicherung dar. Ganz deutlich auf dem Antrag für dieselbige war eindeutig zu lesen, daß es für unsere maximale 5tägige Aufenthaltsdauer mit touristischen Absichten nur 240,-Dinar pro Auto kosten müßte. Verlangt wurden aber lächerliche 4230,-Dinar (ca. 150,-DM für 5 Tage!?!) pro Auto!!! Stundenlange Verhandlungen brachten aber keinen Erfolg. "C'est obligatoire!", war die ständige Antwort.
Wir wollten dann in El Oued, der nächsten Stadt, die Autoversicherung beantragen, das wurde uns auch im ersten Moment erlaubt. Nach nur 20m wurden wir aber mit Gewehren im Anschlag angehalten, wir müßten auf dem Parkplatz übernachten, die Straße sei nachts zu gefährlich (is klar!).