Mit Lars Reckemeyer, Eric Böttger und Sven-Ole Borg
Geboren wurde die Idee von Eric, da er schon zweimal durch die Wüste gefahren war und zwar an der Westküste durch Marokko, Mauretanien, Senegal,... . Einmal alleine mit dem Motorrad und das andere Mal mit seiner Freundin Sandra in einem Peugeot 505 (Goldi). Nun gab es die Überlegung von Eric,über die Tanezrouft-Piste nach Mali zu fahren und dort die Autos zu verkaufen, um dann von dem Geld zurück nach Deutschland zu fliegen. Mich für so eine Aktion zu gewinnen war im Prinzip eine Leichtigkeit. Erics Neffe war auch interessiert und somit waren die Fahrer schon mal klar.
Jetzt hieß es also noch Autos besorgen, inzwischen war es schon Februar und Anfang April ging es ja los. Als erstes entdeckte Eric einen Peugeot 505 (wieder golden) fast baugleich mit dem er schon mal in Afrika war --> also Goldi2. Er hatte ihn relativ günstig erstanden : 300,-DM, allerdings war das einmal vorhandene Schiebedach nachlässig zugeschweißt worden und somit die gesamte Karre von innen feucht. Aber ein zwei Tage in der Wüste erledigen solch ein Problem...
Natürlich mußten die Karren noch "Afrikatauglich" gemacht werden. Der Peugeot bekam ein Schutzblech unter die Ölwanne und die hinteren Achsen mußten verstärkt werden. Der Nissan brauchte neue gebrauchte Freilaufnaben und der Auspuff mußte dicht geschweißt werden. Dies alles erledigten wir bei Jan Siegel in einer akkuraten Nachtschicht.
Endlich ist der Tag der Abfahrt gekommen. Da Eric und Ole aus Hannover abreisten, trafen wir uns bei mir (Lars) in Emmerthal (bei Hameln), um die Autos zu bepacken und nochmals die Details zu besprechen.
Es gab genau zwei Sachen an die Ole denken mußte:
Sonnenbrille und Typhusprophylaxe, beides vergessen...
Das Nachtlager schlugen wir in Zirl am Steinbruch neben der Martinswand (beliebter Klettersteig) auf. Womit wir überhaupt nicht gerechnet hatten, war das in Österreich noch Schnee lag und es arschkalt war, wir hatten schließlich nur Schlafausrüstung für die warmen Gefilde eingepackt. Also alle Decken und Altkleider zusammengesammelt und der Kälte versucht zu strotzen...
Nach der traditionellen Brennerüberquerung erreichten wir am nächsten Tag den Gardasee. Einen ganzen Tag zum Lässigbleiben und Karlsquelltrinken... unsere Hauptbestandteile der Reise.